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Feuerzangenbowle

 

Ein Artikel mit einem Rezept vom Bundeszentrum für Ernährung. Vielleicht habt ihr schon gelegentlich Artikel vom BZfE auf meiner Page gesehen. Sie  sind immer super gut, deshalb veröffentliche ich einzelne Newsletter, die euch vielleicht interessieren könnten. Falls ihr noch auf der Suche nach einem passenden Punsch seid, wäre dies vielleicht eine Idee. 😉

 

Diese "Bowle" ist seit Jahrzehnten bekannt und beliebt, aber eben ein winterliches Getränk und beliebt am Silvesterabend.

 


 

Der kultige Punsch mit dem Zuckerhut

 

(BZfE) – Die Feuerzangenbowle wird gerne im Advent und zum Jahreswechsel getrunken. Das Heißgetränk hat eine lange Tradition, vor allem unter Studenten. Kultstatus erlangte es durch den gleichnamigen Schwarz-Weiß-Film mit Heinz Rühmann, nach dem die Feuerzangenbowle „ans Gemüt geht und weich und warm die Seele einhüllt“.

 

Je nach Region wird der winterliche Punsch mit verschiedenen weihnachtlichen Gewürzen und weiteren Zutaten wie Schwarztee verfeinert. Im Aachener Raum fügen die Studenten gerne einen Schuss Printenlikör hinzu. Übrigens nennen manche den Punsch auch Krambambuli, da er eine ähnliche Farbe wie die Spirituose aus Branntwein und Auszügen von Wacholderbeeren hat.

 

Die Zubereitung der Feuerzangenbowle ist eine gesellige Angelegenheit. Nach dem klassischen Rezept braucht man für acht Personen etwa zwei Liter trockenen Rotwein und eine kleine Flasche braunen Rum (0,35 l).

 

Der Wein wird in einem Topf erwärmt, aber nicht gekocht. Ansonsten würde ein Teil des Alkohols verdunsten.

 

Für Aroma und Würze sorgen zwei in Scheiben geschnittene Orangen, die Schale einer unbehandelten Zitrone, zwei Anissterne, fünf Nelken und eine Zimtstange. Wer es milder mag, gibt einen halben Liter Orangensaft hinzu. Nun den Topf vom Herd nehmen und den Punsch gut durchziehen lassen.

 

Erst dann kommt der Rum ins Spiel. Er muss mindestens 54 Volumenprozent Alkohol aufweisen, sonst brennt er nicht. Auf einem Tischkocher wird die Bowle erneut erwärmt.

 

Danach den Zuckerhut auf der legendären Feuerzange – einem gelochten Blech – über dem Topf platzieren, mit Rum beträufeln und mit einem langen Streichholz anzünden. Sobald die Flamme kleiner wird, mit einer Kelle etwas Rum nachschütten. Aber Vorsicht: Gießen Sie den Rum nie direkt aus der Flasche auf den Zuckerhut, denn es könnte eine Stichflamme entstehen.

 

Der karamellisierte Zucker tropft in den Topf und gibt der Feuerzangenbowle eine besondere Note. Ist der Zuckerhut komplett geschmolzen, wird nochmals kräftig umgerührt und die Bowle warm in feuerfesten Punschgläsern serviert.

 

Auf Weihnachtsmärkten findet man häufig eine andere Variante der Feuerzangenbowle: Die Wein-Rum-Mischung wird vorbereitet und in speziellen Tassen ausgeschenkt. Sie haben eine kleine Zunge, auf der ein mit Rum getränkter Zuckerwürfel gelegt und angezündet wird.

 

Wo auch immer der Klassiker getrunken wird: Man sollte sich gewahr sein, dass der Alkoholgehalt es in sich hat.

 

© Verfasser: Heike Kreutz,

www.bzfe.de  - Artikel vom 20.11.2019

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