Konfitüre, Gelee, Marmelade

So gelingen sie immer....

 

Was bewirken fertige Gelierzucker?

 

Obst selbst einzukochen ist nicht schwer. Mit fertigem Gelierzucker ist es ein Kinderspiel.

Die einzelnen Produkte unterscheiden sich in der Menge des benötigten Zuckers.

 

 

Dabei variiert die Zuckermenge zwischen einem Verhältnis von 1:1, also genauso viel Fruchtgewicht wie Zucker, und 3:1,  dreimal so vielen Früchten wie Zucker.

 

Zucker ist ein Geschmacksträger und wird unbedingt zur Konservierung benötigt. Das zusätzliche Pektin im Geliermittel unterstützt die Festigkeit des Endproduktes. Pektin ist rein pflanzlich.

Wenn die Zuckermenge singt, sind im Gelierzucker häufig zusätzlich Zitronensäure, Sorbit und Fett enthalten. Die Zitronensäure hat zwei Aufgaben: Sie sorgt für säuerliche Frische im Geschmack und unterstützt die Haltbarkeit. Sorbit ist ein Konservierungsmittel. Es wird benötigt, um die Haltbarkeit zu verlängern, sonst würde die "Fruchtaufstriche" u.U. schimmeln.  Das Fett im Gelierzucker verringert lediglich das Schäumen beim Kochen. In der Regel wird dafür Palmöl benutzt.

Das ist die einfachste und bequemste Variante, Marmeladen und Gelees selbst zu kochen. Die Produkte sind gut beschrieben und das Ergebnis ist gut, vorausgesetzt dass man sich an das Mengenverhältnis hält!

 

Bei Bio-Gelierzucker wird in der Regel auf  Zitronensäure, Sorbit und Fette verzichtet.

 

Natürlich kann man auch ohne fertigen Gelierzucker auskommen, dann kann man reines Pektin oder andere Geliermittel verwenden. Für den frischen Geschmack gibt man dann frischen Zitronensaft hinzu und bei Schaumbildung nimmt man einfach eine Schaumkelle und entfernt ihn. Frucht und Zucker im Verhältnis 1:1 benötigt auch kein Sorbit!

 

In gut sortierten Supermärkten findet man auch spezielle Zucker für Erdbeerkonfitüre oder andere Beeren-Konfitüren. Die Hersteller geben an, dass ihre Zusammensetzung genau auf das jeweilige Aroma und den Säuregehalt der jeweiligen Früchte abgestimmt ist.

Ich habe sie noch nie ausprobiert, daher kann ich nicht sagen, ob es sich um reine Werbung handelt, oder ob es tatsächlich einen Geschmacksunterschied gibt. Natürlich verwenden sie für diesen speziellen Gelierzucker auch hauptsächlich Zucker und zusätzlich Sorbit, Zitronensäure und Fett!

 

Äpfel und Quitten haben selbst einen hohen Pektin-Gehalt, daher erübrigt sich dort die Zugabe von Pektin. Bei sehr reifen Früchten ist der Pektin-Gehalt gesunken, dann sollte man Pektin hinzugeben. Andernfalls muss man die Früchte deutlich länger kochen.