Kartoffeln sind kalorienarm und gesund

 

 

... aber der Teufel steckt, wie immer, im Detail, wie z.B. bei verarbeiteten Kartoffeln und Fertigprodukten. Nicht die Kartoffel an sich liefert reichlich Kalorien, sondern Kartoffelerzeugnisse. Das Bundeszentrum für Ernährung hat am 18.5.2017 die nachfolgende Zusammenfassung veröffentlicht:

 

Kartoffeln sind kalorienarm:

 

Kartoffeln haben ihr falsches Image als Dickmacher längst abgelegt. Im Gegenteil: Sie sind sogar kalorienarm, denn sie enthalten rund 80 Prozent Wasser. Kartoffeln liefern laut Bundeszentrum für Ernährung (BZfE) zudem hochwertiges Eiweiß und größere Mengen an Kalium. An Vitaminen sind vor allem B-Vitamine und Folsäure zu nennen.

Rötliche und blaue Kartoffelsorten enthalten zusätzlich als Farbstoffe auch Flavonoide und Anthocyane. Diese sekundären Pflanzenstoffe können den Menschen beispielsweise vor Herz-Kreislauf-Erkrankungen und Zellschädigungen schützen. Insgesamt ist die Zusammensetzung der Inhaltsstoffe von Kartoffeln ausgewogen, sodass sie in der Speiseplanung ihren festen Platz haben sollten.

 

Kartoffeln enthalten Flavonoide und Anthocyane. Diese sekundären Pflanzenstoffe dienen unter anderem der Abwehr von Pflanzenkrankheiten und Schädlingen, aber auch als Farb- und Lockstoffe. Einige der Stoffe können den Menschen vor Herz-Kreislauf-Erkrankungen und Krebs schützen. Andere „bekämpfen“ Bakterien, Viren.  

Kartoffeln sind kalorienarm, denn sie enthalten rund 80 % Wasser. Beim Erhitzen nimmt die enthaltene Stärke einen Teil des Wassers auf und quillt. Stärke ist der Energieträger der Kartoffel, dieses Kohlenhydrat wird aber erst durch das Garen verdaulich.

Kartoffeln liefern auch hochwertiges Eiweiß und nennenswerte Mengen Kalium. Bei den Vitaminen sind vor allem B-Vitamine und Vitamin C enthalten. Die Gehalte verringern sich allerdings je nach Zubereitungsverfahren und Lagerung deutlich. Beim Kochen, Dünsten oder Druckgaren geschälter Kartoffeln gehen im Durchschnitt rund 15 % Vitamin C verloren.

Produkte wie Pommes frites und Knabberartikel enthalten allerdings große Mengen Fett und häufig auch ungünstige, gesättigte Fettsäuren.

 

Biokartoffeln sind noch weniger belastet als konventionelle

 

Biokartoffeln enthalten wegen des Verzichts auf synthetische Mineraldünger im Durchschnitt etwa 30 % weniger Nitrat. Sie enthalten auch geringere Mengen an Rückständen von Pflanzenschutzmitteln. Allerdings sind konventionelle Kartoffeln auch nur gering belastet.

Biobauern wählen überwiegend Sorten, die weniger krankheitsanfällig dafür aber auch weniger ertragreich sind.

 

Autoren: Ruth Rösch, Düsseldorf; Leo Frühschütz, Seehausen; Julia Icking, Bonn

© BLE 2017

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