Rhabarber

 

Die Rhabarberzeit beginnt im April und endet am 24. Juni, dem Johannistag. 

 

Rhabarber ist in unseren Landen noch nicht sehr lange heimisch. Ursprünglich stammt das "Gemüse" aus dem Himalaja. Bei uns erfolgte der erste gewerbsmäßige Anbau 1848 in Hamburg-Kirschwerder. Von dort breitete er sich nach Süden aus. In Amerika wurde er 1947 per Gesetz zum "Obst" ernannt. Wir verwenden ihn als Obst, glücklicherweise bedarf es dafür keines Gesetzes!!  Zwischenzeitlich wurde Rhabarber kultiviert und veredelt. Es gibt mittlerweile verschiedene Sorten. Der rosafleischige und rotstielige ist nicht so sauer, wie der rein grünstielige Rhabarber. Rhabarber enthält neben Vitamin C, Kalzium, Kalium, Eisen und Magnesium auch den Ballaststoff Pektin, der verdauungsfördernd wirkt, und das alles bei nur 13 kcal pro 100g!!

 

Alles Gute hat meist auch eine zweite Seite, so auch hier. Rhabarber enthält Oxalsäure, daher sollte man nicht zu viel davon essen. Normale Portionen sind unbedenklich. Wichtig zu wissen ist aber, dass die Blätter in rohem Zustand nicht zum Verzehr geeignet sind!! Sie enthalten viel von der gesundheitsschädlichen Oxalsäure, die bei rohem Verzehr zu Erbrechen und Kreislaufstörungen führen kann. 

 

 

Jetzt aber wieder zur guten Seite. Rhabarber-Schorle kennt fast jeder, sie ist ausgesprochen erfrischend und seit Jahren ein Trendgetränk. Diese kann man natürlich auch super und ganz einfach selbst herstellen:

 

Rhabarber mit Wasser und Zucker aufkochen und ca. 12-15 Min. garen, bis er komplett zerfallen ist, anschließend durch ein Sieb gießen und den abgekühlten Saft mit Mineralwasser aufgießen, noch einige Eisstücke hinein, fertig!

 

Die Säure wird beim Garen weniger. Gewürze wie Ingwer, Vanille und auch Verbindungen mit Obstsäften, z.B. Orangensaft, nehmen etwas von der Säure. Vanillesoße oder die Kombination mit Erdbeeren oder Bananen, hemmen ebenfalls die Säure. Rhabarberkuchen, wie oben, mit Baiserhaube ist schon ein echter Klassiker und sehr lecker.

 

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