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Gugelhupf

Gugelhupf nach Elsässer Art

Gugelhupf

Auf Wunsch eines lieben Freundes, ja lieber Wolfgang, das gilt dir, heute ein Rezept zum Gugelhupf. 

Ich habe in meiner großen Sammlung nach alten Rezepten gesucht und eins aus dem Elsaß gefunden. 

 

Der Gugelhupf ist eigentlich ein Kuchen, der mit Hefe gebacken wird. Als später das Backpulver "erfunden" wurde, hat man das Rezept verändert und es wurde unser heutiger Napfkuchen, Rodon, Topfkuchen etc. daraus. Er hat je nach Gegend unterschiedliche Bezeichnungen.

Auch der klassische Gugelhupf mit Hefe und Rosinen wird natürlich nach wie vor gebacken. Ehrlich gesagt ist er mir etwas zu mächtig. Ich bevorzuge den Teig mit Backpulver. 

 

Wer Interesse hat findet hier ein Gugelhupf-Rezept mit Rum-Rosinen, das ich mit Backpulver gebacken habe. Ein sehr altes Rezept, aus "Scheibler's Kochbuch", das erstmals im Jahre 1815 verlegt wurde, findet ihr hier, übrigens auch mit Hefe. 


Zutaten:

  • 40 g                 Hefe
  • 2 TL                 Zucker
  • 1/2 l                 lauwarme Milch
  • 500 g               Mehl
  • 50 g                 kernlose Rosinen
  • 2 EL                 Rum
  • 200 g               Butter
  • 90 g                 Puderzucker
  • 4                      Eier
  • 2 TL                 Salz
  • 1 EL                 Mehl zum Bestäuben
  •                         Butter oder Margarine zum Einfetten der Form
  • 10                    geschälte ganze Mandeln

Zubereitung:

 

Hefe zerbröckeln, mit Zucker und der halben Menge Milch verrühren, dann mit 100 g Mehl zu einem Vorteig mischen und zugedeckt an einem warmen Ort 20 Minuten gehen lassen.

 

Inzwischen die gewaschenen, abgetropften Rosinen im Rum ziehen lassen.

 

Butter und Puderzucker schaumig rühren. Eier, Salz, den Rum von den eingeweichten Rosinen, die restliche Milch und den Rest des Mehls daruntermischen und zu einem glatten Teig verarbeiten.

 

Hefevorteig darunter kneten. Den Teig in der Küchenmaschine kräftig kneten lassen oder von Hand kräftig schlagen bis der Teig Blasen wirft.

 

Die Rosinen mit Mehl bestäuben und hinein kneten.

 

Eine Napfkuchenform (24 cm Durchmesser) sorgfältig einfetten.

Die Mandeln halbieren und mit der Schnittseite nach oben auf dem gerippten Boden gleichmäßig verteilen. Den Teig einfüllen. Die Form sollte halb gefüllt sein.

 

Etwa 2 Stunden zugedeckt an einem warmen Platz gehen lassen. Der Teig darf keine Zugluft bekommen! 

 

Ofen rechtzeitig auf 200°C vorheizen.

Wenn der Teig den oberen Rand der Form erreicht hat kommt er auf die mittlere Schiene im Ofen.

 

Backzeit: ca. 35-40 Minuten - der Kuchen sollte goldbraun sein.

 

Kuchen gleich aus der Form auf einen Kuchendraht stürzen und auskühlen lassen.

 

Wer mag kann ihn noch mit Puderzucker bestreuen.


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Kommentare: 1
  • #1

    il naso (Dienstag, 30 Mai 2017 23:37)

    Hallo Juliane,
    danke für das Rezept, bei dem mir gleich der Kuchen der Großmutter einfiel. Dazu musste ich jedesmal Sultaninen im Dorfladen kaufen, wobei auf dem Heimweg die Tüte immer leichter wurde, denn sie schmeckten einfach unglaublich süß!
    Aber ob nun Rosinen oder Sultaninen, sie in ein Gefäß mit Rum geben, ok. Sie aber dann einfach "ziehen lassen", das kann ich nicht verstehen: Sie wären dann auf und davon.... hihi